Lux 14.07. - Interessenkonflikte des Boards
Nicht nur in Deutschland wird die Diskussion über Nebeneinkünfte und mögliche Bestechlichkeit geführt. Das Board hat im heutigen Public Forum festgestellt, dass es neue Regeln zur Transparenz seines finanziellen Engagements entwickeln will.
Ein Vorschlag des brasilianischen Board Mitglieds war, zu veröffentlichen, ob die jeweiligen Mitglieder Beratungsaufträge für Internet-Companies haben. Ich erwiderte, dass bei uns in der öffentlichen Verwaltung für jeden kleinen Angestellten sehr strikte Regeln herrschen, die es ihm nicht einmal erlauben, eine Flasche Brandy als nette Geste für seinen/ihren Einsatz anzunehmen. Wenn man grundsätzlich eine Beteiligung in Companies, die in Beziehung zu ICANN-Aktivitätet stehen erlaubt, ergibt es keinen Sinn, nur allgemein festzustellen ob man für Unternehmen arbeitet (was ja notwendig sein kann, da das Board offiziell ehrenamtlich arbeitet). Es ist vielmehr notwendig klar aufzulisten, wo man wie (auch mit Aktien) beteiligt ist und von welcher Firma genau man Geld empfängt. Möglicherweise muss man Regeln aufstellen, die bestimmte Beteiligungen völlig ausschließen.
Ich bin gespannt, welchen Regelgungsvorschlag uns das Board unterbreiten wird. Augenblicklich untersteht das Board Kalifornischem Recht, was es nicht hindert, darüber hinaus Selbstauflagen zu verabschieden.
